Stahlraptor

Idee

Das so ziemlich einzige Werkzeug, das mir hier momentan zur Verfügung steht und das ich nur theoretisch bedienen kann, ist das Elektroschweißgerät. Und immer mal wieder gibt es Situationen, in denen ich auf die Schnelle Metallteile miteinander verbinden möchte, ohne Schrauben zu verwenden. Solange es sich um Kupfer, Messing und dergleichen handelt, zücke ich natürlich einfach den Lötkolben und fertig. Aber es ist nun mal nicht alles Kupfer, was glänzt, und deshalb wollte ich mir das jetzt mal genauer angucken. Ich wollte nicht nur sinnlos irgendwelche Metallreste aneinanderschweißen, sondern im Idealfall etwas erzeugen, das zu irgendetwas taugt.

Im Zuge dieser Überlegung kam dann die Idee auf, ein Skelett zu schweißen, da nicht viel mehr dazu nötig ist als Rundeisen, Metallsäge und natürlich das Schweißgerät und ein paar Kilo Elektroden. Der Schritt von Skelett zu einem Velociraptor ist dann auch nicht mehr so weit. Zu Halloween könnte man sich vielleicht auch ein menschliches Skelett vor die Tür stellen, aber für den Hausgebrauch kommt ein kleiner Velociraptor schon besser.

Umsetzung

Um die Proportionen des Sauriers wenigstens annähernd originalgetreu wiedergeben zu können, sammelte ich ein paar Bilder und Zeichnungen von realen Skeletten zusammen und erstellte daraus eine Liste mit den Knochen und fügte hinzu, aus welchem Material ich diese Knochen zusammensetzen würde. Nachdem die Liste fertig war, besorgte ich das nötige Material. Ich arbeitete mit Betonstabstahl in den Starken 6mm, 8mm und 10mm. Für die Wirbelsäule kam ein einziger 12mm starker Stab zum Einsatz, an den für die Wirbel 2x8mm Stücke in verschiedenen Längen angeschweißt wurden. Die größten Knochen bestehen aus 2x10mm und 2x8mm Stahlstäben, die nächstkleineren aus 2x10mm Stäben, dann 2x8mm und die Rippen bestehen aus 6mm starkem Rundstahl. Ich begann mit dem Zuschnitt der Einzelteile, gefolgt vom Schweißen. So entstand Stück für Stück der Stahlraptor. Um den Stahl per Hand biegen zu können, sägte ich die Stäbe je nach gewünschtem Winkel mehrfach zur Hälfte ein, wie nachfolgendes Bild illustriert.

Für die Zähne waren eigentlich auch kleine Stücke aus 8mm Rundstahl vorgesehen, allerdings hätte ich dann noch 80 Zähne zuschneiden und mit der Flex anspitzen müssen. Deshalb bot es sich an, eine alte, abgenutzte Kette von einer Kettensäge als Zahnersatz zu verwenden. Diese habe ich dann verkehrt herum auf die Kiefer aufgeschweißt, wobei sich das relativ schwierig gestaltete, da das Material sehr schnell durchglühte.

Ergebnis

Und zum Abschluss noch ein HDR des kleinen Rackers.